Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender)

Mit großer Betroffenheit reagiert die SPD Bergisch Gladbach auf die aktuelle Entwicklung bei Zanders. „Wir haben Investoren die Türen offen gehalten und stets an der Seite der Zandrianer und des Betriebsrates gestanden.“, berichtet Andreas Ebert, Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach.

Über Jahrzehnte hinweg war der Name Zanders eng verbunden mit Bergisch Gladbach. Zanders und Bergisch Gladbach waren eins. „Nun liegt es in der Verantwortung der Stadt, den Verlust der Arbeitsplätze sozialverträglich zu gestalten und neue Perspektiven zu schaffen.“ so Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD Bergisch Gladbach.

Es müssen Mittel zur Verfügung gestellt werden und die Stadt muss Beschäftigungsangebote machen. Mit der Schaffung einer Transfergesellschaft können die Mitarbeiter:innen weiterqualifiziert und bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung unterstützt werden.

Die SPD Bergisch Gladbach steht fest an der Seite der Betroffenen. Das gilt insbesondere angesichts des Tages der Arbeit am bevorstehenden 1. Mai. Wir wissen, dass es gerade während der Pandemie schwierig ist, neue und adäquate Arbeitsplätze zu finden.
Wir lassen Euch nicht hängen!

Wir tun unser Möglichstes, um unseren Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten. Deshalb arbeitet auch die Geschäftsstelle der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach überwiegend im Homeoffice.

Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, ist unsere Geschäftsstelle bis auf Weiteres nur einmal pro Woche besetzt. In der Fraktion werden Besprechungen nach Möglichkeit virtuell abgehalten und persönliche Kontakte werden stark eingeschränkt. Die Gesundheit aller Bürger:innen, Aktiven, Interessierten und Mitarbeitenden hat für uns hohe Priorität.

Auch wenn unsere Türen für den persönlichen Kontakt weitestgehend geschlossen bleiben müssen, arbeiten wir trotzdem voller Leidenschaft für Bergisch Gladbach und sind telefonisch, per Mail und auf den Sozialen Medien für Sie erreichbar.

Sollten sich wider Erwarten Verzögerungen bei der Bearbeitung Ihrer Anliegen ergeben, so bitten wir, diese zu verzeihen. Zögern Sie in einem solchen Fall nicht uns entsprechend benachrichtigen.

Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!

 

Nicolaus-Cusanus-Gymnasium – Foto: Thomas Merkenich

Den Antrag „Prüfung Baumaßnahme Nicolaus-Cusanus-Gymnasium G8/G9“ haben wir gemeinsam mit den Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bergisch Gladbach und FDP Bergisch Gladbach in die nächste Sitzung des Hauptausschusses am 27. April 2021 eingebracht.

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob für die Nutzung des Schulgebäudes Nicolaus-Cusanus-Gymnasium mit G9 mehr Flächenbedarf besteht als in der derzeitigen Baumaßnahme geplant und umgesetzt wird. Ebenso um wieviel mehr und um welchen konkreten Flächenbedarf es sich handelt.

Bei bestehendem Mehrbedarf wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob eine Berücksichtigung dieses Mehrbedarfes in der laufenden Baumaßnahme mit dem aktuellen Generalplaner umgesetzt werden kann oder ob eine Planung und Beauftragung eines Anbaus in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der jetzigen Baumaßnahme auf der in der bisherigen Planung für einen Erweiterungsbau geplanten Fläche umsetzbar ist. Die Verwaltung wird außerdem beauftragt die Bedingungen (Kosten/Zeitrahmen) beider Alternativen (Umbau/Anbau) zu ermitteln.

Den Antrag „Rücknahme der Flächen Nu 7a, Nu7b, Verlegung Brüderstraße, P+R Parkplatz Hebborn aus dem Genehmigungsverfahren für den neuen Regionalplan“ haben wir gemeinsam mit den Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bergisch Gladbach und FDP Bergisch Gladbach in den Ausschuss für strategische Stadtentwicklung und Mobilität eingebracht. Weiterlesen

Fraktionsspitzen der Ampelkoalition mit Bürgermeister Frank Stein

„Bergisch Gladbach kann mehr“: so waren BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, SPD und FDP im Herbst 2019 mit Frank Stein in den gemeinsamen Wahlkampf gezogen und haben eine Mehrheit in der Stadt mit ihrem Gestaltungswillen überzeugt. Nach dem deutlichen Gestaltungsauftrag am 13. September 2020 und ambitionierten sowie zügigen Koalitionsverhandlungen ist mit Verabschiedung des ersten gemeinsamen Haushalts nun ein wichtiger Meilenstein erreicht. Er bietet Gelegenheit, die Projekte und Weichenstellungen für die Zukunft in den Blick zu nehmen und eine erste Bilanz zu ziehen.

Dabei ist es der Ampelkoalition ein wichtiges Anliegen, allen Mitarbeitenden der Verwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit und das Vertrauen in den vergangenen Monaten zu danken. Denn die Übergabe der Gestaltungsverantwortung ist im Kleinen wie im Großen ein entscheidender Moment, bei dem viele Räder ineinandergreifen müssen. So konnten in den ersten gut 150 Tagen schon in vielen Bereichen neue Akzente gesetzt werden, die einen wichtigen Auftakt markieren, gleichzeitig aber auch weitere Arbeitsfelder sichtbar werden lassen.

 

Investitionen und Finanzen

Um den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen den notwendigen Spielraum für die eigene Entwicklung zu geben, ist es der Koalition wichtig zu betonen, dass es in der aktuellen Krisensituation zu keinen Steuererhöhungen kommt und trotz hoher Investitionssummen ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden konnte. Dankbar sind wir dem Kreistag, der von der Erhöhung der Kreisumlage abgesehen hat. Dies verschafft uns in der Kommune Spielräume, zielgenau finanzielle Hilfen zu ermöglichen. Dazu gehört u. a.:

·        Verzicht auf Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie in 2021

·        Entlastung für einkommensschwächere Familien bei Kita/OGS Beiträgen ab dem neuen Schuljahr

·        Unterstützung der Sportvereine über einen Krisenfonds, der mit 100.000 € dotiert ist

·        Erstmalige institutionelle Förderung für die Arbeit von Die Platte e.V.

·        Einplanung von 25.000 € für die Entwicklung eines kulturpolitischen Leitbildes

Wenn auf der Einnahmenseite aber keine positive Entwicklung sichtbar ist, müssen Ausgaben noch strenger kontrolliert werden.

Mit Erfolg hat die Ampelkoalition auf Drängen der FDP das Abwasserbeseitigungskonzept nochmals unter die Lupe genommen und deutliche Einsparpotentiale identifiziert.

 

Klima- und Umweltschutz / Mobilität /Stadtentwicklung

Auch in Zukunft müssen Gestaltungsspielräume im Haushalt erhalten bleiben. Dafür ist ein ambitionierter Klima- und Umweltschutz notwendig, denn die Versäumnisse von heute sind die Belastungen von morgen. Deshalb erhält Bergisch Gladbach endlich ein umfassendes Klimaschutzkonzept, das mit breiter Bürgerbeteiligung entwickelt werden soll. Und beschlossen ist bereits, dass für den Ausbau der Photovoltaik 250.000 Euro im Wirtschaftsplan des Stadtentwicklungsbetriebes erhalten bleiben.

In die gleiche Richtung geht die Stärkung der Radinfrastruktur, für die jährlich 2 Mio € Investitionsmittel im Haushalt bereitgestellt werden, sowie die Schaffung der Stelle eines Rad- und Fußverkehrsbeauftragten.

Gleichzeitig gilt es aber auch, vorhandene Infrastruktur zu erhalten und an die Anforderungen der Zeit anzupassen. Im Bereich der Straßen ist für die Jahre 2021 – 2025 ein großes Umbau- und Sanierungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von 25 Mio € aufgelegt worden.

Im Stadtgebiet stehen weiter große bauliche Veränderungen bevor. Um die Projekte gut begleiten und gezielt Impulse setzen zu können sowie nachhaltige Bauweisen und Wohnformen zu fördern, wird die Stadtplanung mit 2 weiteren Stellen unterstützt. Ein erstes großes Projekt wird eine Rahmenplanung für Gronau sein.

 

Schule / Moderne Verwaltung / Digitalisierung

Im Bereich der Schulinfrastruktur sind die Vorhaben nicht weniger ambitioniert: mit der Einrichtung einer Schulbau GmbH sollen die im Haushalt geplanten Investitionsmittel effektiv und zielgenau eingesetzt werden. Dazu gehört auch die Einrichtung von 13 neuen Stellen im Bereich des Hochbaus sowie 5 weiteren Stellen in der Organisationeinheit „IT-Schule“. Ziel ist mit 1,25 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, sowie Fördermitteln des Landes, mittelfristig allen Schüler*innen und jeder Lehrkraft ein digitales Endgerät zur Verfügung stellen zu können.

Begleitend wird die Umsetzung des integrierten Schulentwicklungsplanes höchste Priorität haben, genauso wie Erweiterungen und Neubauten von KITAs.

Die letzten 12 Monate haben nicht nur in Bergisch Gladbach gezeigt, wie wichtig eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für unsere Gesellschaft ist.

Die E-Government Strategie ist nun auf den Weg gebracht und über 1 Million Euro sind hierfür für die nächsten vier Jahre im Haushalt bereitgestellt.

 

Neubau Stadthaus

Die Entscheidung für einen Neustart beim Stadthausneubau war unumgänglich, weil die avisierten Änderungen bei Digitali­sie­rung, Raumkonzept sowie einem klimaschonenden und nachhaltigem Bauen so gravierend sind, dass der Charakter des Siegerentwurfs so nicht erhalten bleiben wird.  Unterlegene Wettbewerber könnten daher das Projekt durch Konkurrentenklagen lahmlegen. Bürgermeister Frank Stein wird nun die Erarbeitung des Raum­programms in enger Einbindung des Personalrats und der Politik umgehend beginnen – ebenso wie den Aufbau einer Projektstruktur, die – insbe­sondere personell – in der Stadtverwaltung bislang fehlt.

Allein mit dem Neustart kann auch eine Kostenkontrolle sichergestellt werden. Bei der Bewertung der Kosten, da sind sich Politik und Verwaltung einig, darf aber nicht allein auf die reinen Baukosten bei Erstellung des Gebäudes geschaut werden, sondern es müssen die gesamten Lebenszykluskosten (einschließlich der Kosten des Abrisses – oder eben der Wiederverwertung der verbauten Materialien) berücksichtigt werden.

 

Feuerwehr

Auch der Bau einer neuen Feuerwehrwache (Süd) soll in ökologischer Bauweise nach den Grundsätzen von cradle to cradle (Kreislaufwirtschaft) konzipiert werden.

Für Maik Außendorf und Theresia Meinhardt sticht vor allem der Richtungswechsel in dem Bereich Klimaschutz und in der Mobilitätswende hervor: „Mit dem Einstellen der notwendigen Investitionssummen in den Haushalt wollen wir die Versäumnisse der Vergangenheit schnell aufholen und das Mobilitätskonzept endlich umsetzen. Hierbei wird ein neuer Rad- und Fußverkehrsbeauftragter die notwendigen Impulse setzen. Auch freuen wir uns, dass unsere Stadt endlich ein Klimaschutzkonzept bekommt. Mit konkreten Maßnahmen werden wir aber nicht bis zur Fertigstellung warten.“

Für die SPD-Fraktion betont Klaus Waldschmidt: „Wir steigen endlich in die notwendige Sanierung der kommunalen Infrastruktur ein. Über Jahrzehnte wurden hier bauliche Unterhaltungsmaßnahmen vernachlässigt. Das abgängige Mohnweg-Bad wird nicht nur 1:1 ersetzt, sondern mit wettkampftauglichen vier 25-Meter-Bahnen neu gebaut. Hierüber freue ich mich besonders.“

Und die beschlossenen Maßnahmen im Bereich Schule und Bildung sind für die FDP-Fraktion nicht weniger als ein Paradigmenwechsel: „Im Bereich Schule haben wir einen Sanierungsstau abzutragen, der sich über die letzten Jahrzehnte aufgebaut hat. Wir geben den Themen Schule und frühkindliche Bildung endlich die notwendige Priorität. Wir beginnen mit der Schaffung zusätzlicher Grundschul- und OGS-Plätze in den Stadtteilen mit der größten Unterversorgung. Hierzu starten wir den Aus- bzw. Neubau von Schulgebäuden. Darüber hinaus stellen wir die notwendigen Haushaltsmittel für digitale Endgeräte und einen kompetenten IT-Support bereit.“ – betont Jörg Krell.

„Alles in allem können wir bereits jetzt schon sehr zufrieden sein, was wir in den wenigen Tagen und Monaten unserer Gestaltungszeit mit Frank Stein bereits auf den Weg bringen konnten“, betonen die Fraktionsspitzen der Ampel.

Und Bürgermeister Frank Stein unterstreicht: „Besonders sticht neben der guten inhaltlichen Zusammenarbeit dieser Koalition auch der vertrauensvolle und kollegiale Umgang der Koalitionspartner miteinander hinaus. So etwas habe ich in all den Jahrzehnten meiner kommunalpolitischen Erfahrung bisher nicht erlebt. Auch ist es bemerkenswert, mit welcher Schnelligkeit der Verwaltungsvorstand mit Ragnar Migenda (Grüne) und Thore Eggert (FDP) kompetent nachbesetzt werden konnte.

Viele der oben genannten Projekte wurden auch von den Oppositionsparteien mitgetragen, wofür ich mich bedanke. Gleichzeitig lade ich alle demokratischen Kräfte in Rat und Zivilgesellschaft ein, an unseren Projekten weiter mitzuarbeiten und uns hierbei konstruktiv und kritisch zu begleiten.“

Kastriot Krasniqi - Bundestagskandidat für den Rheinisch-Bergischen Kreis

Die bergische SPD geht mit Kastriot Krasniqi, Sozialversicherungsfachangestellter und Vorsitzender des Integrationsrates aus Bergisch Gladbach ins Rennen um das Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis. Auf einer Delegiertenversammlung, die aufgrund der Corona-Pandemie unter strengsten Hygienevoraussetzungen durchgeführt wurde, errang Krasniqi im zweiten Wahlgang die relative Mehrheit der 50 Delegiertenstimmen. Zuvor lag er bereits im ersten Wahlgang vorne.

Krasinqi zeigte sich dankbar für das Vertrauen der bergischen SPD: „Vielen Dank für die Nominierung. Ich fühle mich sehr geehrt für euch ins Rennen gehen zu dürfen.“

Zuvor hatte Krasniqi in seiner Rede für seine Kernthemen Verkehr, Integration und Klimaschutz geworben.

 Der 28-jährige der selber im Kosovo geboren wurde stellte klar: „Wir werden durch Integration in vielerlei Hinsicht bereichert, nicht überrannt. Als Schlüssel der Integration müssen wir die Sprache in den Mittelpunkt stellen. Denn Sprache verbindet. Niedrigschwellige Angebote die Sprache zu erlernen schaffen Chancengleichheit. Und diese Chancengleichheit beginnt schon früh bei der Ankunft, in der Schule und im Berufsalltag. Und er bekräftigte unmissverständlich: „Das Recht auf Asyl ist ein fundamentales Recht, welches wir unseren Mitmenschen garantieren. Krieg, Leid und Verfolgung tolerieren wir nicht und bieten Schutz, denn wir sind Sozialdemokraten.“

Besonderes Augenmerk möchte Kastriot Krasniqi bei seiner Kandidatur auf einen bezahlbaren Klimaschutz legen: „Schauen wir uns den Klimaschutz an. Es handelt sich hierbei um einen Mammutaufgabe. Das Gleichgewicht zwischen Umweltschutz und guten Arbeitsbedingungen. Es handelt sich hierbei keinesfalls um Gegensätze. Beide Seiten können wir unter einen Hut bringen. Wir müssen den Fokus auf erneuerbare Energien setzen. Aber der Umweltschutz muss für alle leistbar sein. Mit leistbar meine ich, dass das Anbringen von Solaranlagen auf Einfamilienhäusern gut ist, aber den Großteil der Menschen in unserem Land nicht erreicht. Zuschüsse für die Umrüstung auf energieeffiziente Heizungen, Photovoltaik Anlagen und die E- Mobilität müssen stärker gefördert werden.

Wir können diesen Spagat schaffen. Wir sind es den nächsten Generationen schuldig, eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dafür müssen wir schon vorgestern angefangen haben. Aber auch heute können wir den ersten Schritt leisten, damit es nicht zu spät ist. Flucht wegen Umweltkatastrophen, Überschwemmungen oder auch anhaltende Dürre bekommen einen neuen Stellenwert. Damit der Rheinisch-Bergische Kreis genauso lebenswert und schön bleibt, wie er ist. Packen wir es an.“

Auch der Vorsitzende der bergischen SPD, Marcel Kreutz, zeigte sich erfreut über das Votum: „Gemeinsam mit Kastriot Krasniqi und der bergischen SPD werden wir für eine gerechte und solidarische Zukunft kämpfen. Olaf Scholz hat bereits die Themen benannt, für die er kämpfen wird: für einen klimaneutrale Wirtschaft, für moderne Mobilität, ein digitalisiertes Land und eine gute Gesundheitsversorgung für alle. Unser Ziel ist eine starke Sozialdemokratie im nächsten Bundestag und ein starkes Ergebnis für die SPD im Rheinisch-Bergischen Kreis!

Und Kastriot Krasniqi bedankte sich bei den weiteren vier Bewerber*innen Ute Stauer, Michael Zalfen, Alexander Franzen und Guido Bach: „Ich bedanke mich bei euch für den fairen Wettstreit um die besten Ideen und die Stimmen der Delegierten. Wir haben gezeigt, dass es auch im Lockdown weiter geht.

Und Kreutz ergänzt abschließend: „Die bergische SPD hat gezeigt wie in Corona-Zeiten ein transparenter und offener Auswahlprozess gelingen kann. Mit innovativen und digitalen Formaten vom Podcast bis hin zur Podiumsdiskussion ins Wohnzimmer mit über 100 TeilnehmerInnen haben wir Maßstäbe gesetzt. Diese Formate werden wir im Wahlkampf und danach beibehalten.

Text: Corvin Kochan

Klaus W. Waldschmidt
Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Beratung und Entscheidung über den Entwurf des Haushaltsplans 2021 stehen unter den Herausforderungen, die die Corona-Pandemie uns abverlangt.

Sie sind aber auch der Beginn einer neuen Ratsperiode, in der wir die Lebenssituation der Menschen in unserer Stadt spürbar und nachhaltig verbessern werden.

Das Startsignal für die Sanierung der maroden kommunalen Infrastruktur wurde bereits gegeben:

Über Jahrzehnte wurden bauliche Unterhaltungsmaßnahmen an unseren Schulen grob vernachlässigt. Die Gebäude befinden sich in einem katastrophalen Zustand. Mit dem Beschluss, die Voraussetzungen für die Gründung einer Schulbau-GmbH zu schaffen, haben wir mit der Erledigung der Mammutaufgabe begonnen, den Sanierungsstau an den Bergisch Gladbacher Schulen von rund 100 Mio. Euro in einem überschaubaren Zeitraum abzubauen.

Für die Erneuerung von Fahrbahndecken und die Sanierung von Fahrbahnschäden sind in den nächsten vier Jahren 9 Mio. Euro veranschlagt.

Das abgängige Mohnweg-Bad wird nicht nur 1:1 ersetzt, sondern für die Schwimmsportlerinnen und Schwimmsportler mit wettkampftauglichen vier 25-Meter-Bahnen neu gebaut. Dies ermöglicht zudem den gleichzeitigen Schwimmunterricht von zwei Schulklassen. Die hierfür erforderlichen Mehraufwendungen werden wir der städtischen Bädergesellschaft zur Verfügung stellen.

Die Entwicklung digitale Infrastruktur an Schulen und in der Stadtverwaltung – jahrelang versäumt – wird auf den Weg gebracht:

  • Finanzielle Ressourcen für die Umsetzung der Maßnahmen der E-Gouverment-Strategie sind bereitgestellt.
  • Für den Personalbedarf zur Einrichtung einer Organisationseinheit „IT-Schule“ werden die erforderlichen Stellen geschaffen.

Der Wohnraummangel für Menschen mit niedrigem und auch schon mittlerem Einkommen bereitet meiner Fraktion größte Sorgen. Viele können sich die Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt nicht mehr leisten. Immer mehr Sozialwohnungen fallen aus der Belegungsbindung, ohne dass geförderter Wohnraum in gleicher Anzahl neu entsteht.

Mit dem Baulandbeschluss haben wir sichergestellt, dass bei künftigen Bauleitverfahren mindestens 30 Prozent der Wohnungen als geförderter Wohnraum errichtet werden.  Zur Realisierung der Baulandstrategie sind in den nächsten vier Jahren 23 Mio. Euro für Grunderwerb vorgesehen.

Notwendig ist aber auch, dass in der Planungsabteilung der Stadt ausreichende personelle Ressourcen vorhanden sind.

Während die auf Antrag meiner Fraktion einstimmig beschlossene Erstellung einer Rahmenplanung für Gronau wegen Personalmangels in der Planungsabteilung auf Eis liegt, steht ein Investor für die Bebauung des Wachendorff-Geländes in den Startlöchern.

Um die dringend erforderliche Planungskapazität in der Verwaltung zu schaffen, haben wir den Stellenplan über den eingebrachten Entwurf hinaus um zwei weitere Planerstellen ergänzt.

Statt – wie vom Bürgermeister vorgeschlagen – den Hebesatz der Grundsteuer B in diesem Jahr Corona-bedingt zu senken, wollen wir die Finanzmittel zielgerichtet denjenigen zukommen lassen, die in besonderem Maße von der Pandemie betroffen sind.

So werden wir den Verein Platte e.V., der sich um die Obdachlosen und Bedürftigen in unserer Stadt kümmert, unterstützen, indem wir Mietkosten für dessen Lager und die Kosten für den Kältebus übernehmen.

Ferner werden wir einen Hilfsfonds für unverschuldet in finanzielle Not geratene Sportvereine einrichten sowie die Jugendförderung für die städtischen Sportvereine in diesem Jahr erhöhen.

Und wir brauchen auch eine Reserve, damit wir zeitnah und flexibel mit weiteren Hilfsangeboten reagieren können, wo immer dies erforderlich ist, um das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben in unserer Stadt zu stützen.

Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, allen voran Herrn Schäfer und der Kämmerei, die uns bei den Beratungen zum Haushalt mit ergänzenden Informationen unterstützt haben.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Ihr Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender)

Hier finden Sie die Rede auch als Video! 

Grüne, SPD und FDP sehen das Projekt „Neubau Stadthaus“ in einer Sackgasse. Das Bauvorhaben weist nicht nur kaum beherrschbare Kostenrisiken auf. Es wird auch den heutigen räumlichen (Stichwort Digitalisierung) und ökologischen (Klimaschutz und Bauökologie) Anforderungen nicht gerecht. Auch ist es in der Vergangenheit versäumt worden, eine angemessene Projektstruktur aufzustellen. Somit ist die Verwaltung derzeit gar nicht in der Lage, ein solches Projekt verantwortbar umzusetzen. Die Fraktionen plädieren deshalb für einen Neuanfang – sowohl hinsichtlich der inhaltlichen Ausgestaltung als auch der Grundkonzeption. An Stelle des Modells „Architektenwettbewerb – Generalplanung – Errichtung im Wege einer Vielzahl von der Hochbauverwaltung zu koordinierender Einzelgewerke“ sollte ein kosten- und verwaltungsseitig beherrschbares Verfahren treten: „Planung und Bau aus einer Hand – und zwar zum Festpreis“, verbunden mit einer verbindlichen Kostendeckelung und höheren ökologischen Maßstäben.

Seit Monaten wird der Neubau des Stadthauses heiß diskutiert. Da die in den 1960er-Jahren errichteten Stadthäuser angesichts ihres Gesamtzustands fachlich und wirtschaftlich nicht sanierungsfähig sind, wurde im Jahr 2013 ein Neubau beschlossen, 2018 dann ein vorgeschalteter Planungswettbewerb durchgeführt. Dessen Siegerentwurf konnte architektonisch durchaus überzeugen. Ihn umzusetzen würde die Stadt jedoch erheblich teurer kommen als geplant: Statt der ursprünglich vom Rat beschlossenen 46 Millionen Euro werden die Kosten einschließlich Einrichtung und Infrastruktur (Umgestaltung des Platzes) mittlerweile auf 81,9 Millionen Euro geschätzt. Selbst dieser Betrag ist nicht extern überprüft und mit erheblichen Steigerungsrisiken (+30 Prozent) verbunden. Mit Blick auf eine Vielzahl neuer Aspekte, die nicht Gegenstand des seinerzeitigen Architektenwettbewerbs waren und die nachträglich implementiert werden müssten, ist mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen.

Hinzu kommt, dass ein Bau nach den Vorgaben des Architektenwettbewerbs aus dem Jahr 2018 schon bei seiner Fertigstellung nicht mehr den veränderten Ansprüchen genügen würde, die sich schon vor der Corona Krise abzeichneten und jetzt immer deutlicher werden: Elektronische Akte und die verstärkte Nutzung des Homeoffice haben dazu geführt, dass das vorgesehene Raumkonzept nicht mehr passt.

Besonders schwer wiegt, dass Nachhaltigkeitsaspekte in der bisherigen Planung kaum berücksichtigt wurden. Hier hat die Stadt nach Ansicht der Ampel-Koalition eine Vorbildfunktion, der sie gerade bei einem Projekt wie dem Stadthaus nachkommen sollte. Im bisherigen Projektverlauf wurden im Wesentlichen die Baukosten betrachtet – die Betriebskosten wurden nicht im notwendigen Maß berücksichtigt. Dass eine nachhaltige Bauweise mit einer verbesserten Dämmung und der Nutzung von Photovoltaik, Restwärme und Regenwasser zu enormen Energieeinsparungen führt, also nicht nur die Umwelt, sondern auch den städtischen Geldbeutel schont, wurde so nicht sichtbar.

Neuer Ansatz ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Die Vielzahl der Probleme – zu niedrige Nachhaltigkeitsstandards, explodierende Kosten und veränderte räumliche Anforderungen – haben dazu geführt, dass Bürgermeister Frank Stein am 4. Februar 2021 im Ausschuss für Stadthausneubau thematisiert hat, den Prozess neu zu starten. Der Ausschuss hat den Vorschlag sehr ernsthaft und intensiv diskutiert.  Die Grundsatzentscheidung soll in der Ratssitzung am 9. März getroffen werden. Mit ihrer aktuellen Vorlage schlägt die Verwaltung nun diesen Neustart vor. Dem stimmen die Vertreterinnen und Vertreter der Ampel-Koalition zu: Nach einer erneuten Raumbedarfsprüfung in enger Abstimmung mit dem Personalrat soll das Projekt neu ausgeschrieben werden. Mit der Komplettvergabe an einen externen Bauträger kann der Zeitverzug durch den Neustart weitgehend aufgeholt werden, wenn es nach der Vergabe zu keinen politischen Änderungswünschen kommt; dafür werde er sich einsetzen, so Dr. Friedrich Bacmeister von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Vorsitzender des Ausschusses für den Stadthausneubau.

Neben einer Kostendeckelung soll auch Umwelt- und Energiezielen ein weit höherer Stellenwert eingeräumt werden. Konkret schlagen die Ampel-Fraktionen einen Bauentwurf nach dem Kreislaufprinzip „Cradle-to-Cradle“ vor. Dieses berücksichtigt sowohl die Betriebskosten und eine Verwendung des Baumaterials nach dem Abriss. „Die Ressourcen werden dabei nicht teuer entsorgt, sondern wiederverwendet“, so Dr. Bacmeister. „Der Cradle-to-Cradle-Ansatz schließt zudem die umweltfreundliche Produktion und die Nutzung erneuerbarer Energien ein.“

Der fachpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Corvin Kochan ergänzt: „Wir müssen jetzt die Reißleine ziehen. Das daraus resultierende Zeitfenster müssen wir nutzen, um den städtischen Hochbau so zu verstärken, dass er verantwortbar dieses Mammutprojekt stemmen kann.“

Und der FDP-Vertreter Stephan Winkelmann sieht im Neubeginn ein Gebot der Vernunft: „Wenn wir den bisherigen Projektansatz weiterverfolgen, werden wir die Kostenseite nicht in den Griff bekommen, weil sich seit Projektstart zu viele Einflussgrößen geändert haben. Wir wissen um die Zumutung für die Mitarbeiter in den alten Gebäuden, sehen aber leider keine Alternative zu einem Neustart.“

Wichtig ist, dass auch für die Situation in den alten Stadthäusern etwas getan wird – zumindest in dem Maße, das mit Blick auf die begrenzte Nutzungszeit wirtschaftlich vertretbar ist. Das ist die Stadt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung schuldig. Dem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung stimmt die Ampelkoalition ebenfalls zu.

Der Hauptausschuss wird am 9. März 2021 in Vertretung des Rates endgültig entscheiden. Wie das ähnlich gelagerte Beispiel des Stadthauses in Venlo zeigt, wäre ein Neuanfang nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch vernünftig. „Wir haben mit diesem Projekt die Möglichkeit, jetzt in die Zukunft zu investieren“, appelliert Friedrich Bacmeister. „Das Stadthaus wird mindestens 40 Jahre lang genutzt werden – wir entscheiden jetzt, wie einschneidend sich die Klimakrise auf die Lebenschancen unserer Kinder auswirkt.“

Liebe Genossinnen, liebe Frauen und all jene, die sich mit uns, nicht nur am Internationalen Frauentag, verbunden fühlen!

Die Corona-Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen, legt sie doch gnadenlos deutlich und vielfältig offen, woran es in unserer Gesellschaft mangelt.
Frauen stehen dabei im Fokus:

➢ als Pflegende in Beruf und Familie
➢ in der Doppelbelastung von Home Office und Home Schooling
➢ unterbezahlt in gesellschaftlichen Kernbereichen
➢ benachteiligt im Steuerrecht
➢ unterrepräsentiert in gesellschaftlichen Spitzenfunktionen
➢ vielfältigen Formen von Gewalt ausgesetzt

Doch Frauen sind noch nie dazu bereit gewesen, sich damit abzufinden.
Auf der AsF-Homepage findet ihr dazu ein vielfältiges aktuelles Informationsangebot

1. Die Vorlage für ein Paritätsgesetz in NRW 2021
2. Einen Infobrief der IGBCE zu Corona-Unterstützungsmaßnahmen z.B. für Eltern
3. Eine Reihe von Veranstaltungshinweisen der AsF bundesweit zum diesjährigen Frauentag
4. Eine Graphic Novel zur Geschichte des Feminismus

Mit herzlichen Grüßen
Ute Stauer
Vorsitzende der AsF Bergisch Gladbach, März 2021

Den Antrag „Finanzielle Zuwendung für den Verein Die Platte e.V.“ haben wir gemeinsam mit den Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bergisch Gladbach und FDP Bergisch Gladbach in den Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften am 4. März 2021 eingebracht.

Beschlussvorschlag:

Wir beantragen für den Verein Die Platte e.V. aus der Produktgruppe 05.500 – Hilfen für Menschen in Notlagen einen Betrag von 19.000 € für folgende Zwecke bereitzustellen. :

  • 700,00 € für die Anmietung von Räumlichkeiten für Lagerhaltung,   Essensausgabe und als Anlaufstelle des betroffenen Personenkreises
  • 300,00 € für die Unterhaltung des KälteBusses

Begründung:

Der Verein Die Platte e.V. kümmert sich seit ca. 5 Jahren ehrenamtlich um Obdachlose und drogenabhängige Menschen in unserer Stadt. Er versorgt diese Bevölkerungsgruppe mit einer Suppenküche, mit Tee/Kaffee und Kleidung, Hygieneartikeln und mit weiteren zum Leben notwendigen Dingen, die z.T. von den Bürgern gespendet werden. Gerade in den letzten Monaten, die durch den Lockdown und eine extreme Kältewelle gekennzeichnet waren, stellte Die Platte eine wichtige Anlaufstelle für die Menschen dar.

Die Zahl der Menschen in Notlagen steigt stetig – vor der Pandemie waren es ca. 80 Personen, die die Hilfe des Vereins in Anspruch nahmen – zur Zeit sind es ca. 130 Personen.

Zu beobachten ist auch, dass immer mehr Rentner das Angebot der Platte aufsuchen.