Andreas Ebert, Ortsvereinvorsitzender der SPD Bergisch Gladbach überreicht Theo Röhrig, ehemaliges Mitglied des Landtages NRW, die goldene Ehrennadel für 65 Jahre Parteimitgliedschaft.

Die Mitglieder und Gäste des SPD-Ortsvereins wurden in diesem Jahr neben Andreas Ebert, dem Vorsitzenden der SPD Bergisch Gladbach, auch von Frank Stein, dem gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen, FDP und SPD, begrüßt. Beide warfen in ihren Grußworten schon einen Blick ins kommende Jahr: „2020 wird für uns alle ein sehr spannendes Jahr und ich bin mir sicher, dass wir die nächste Weihnachtsfeier als Teil einer neuen Gestaltungsmehrheit für Bergisch Gladbach feiern werden“, schloss Frank Stein seine Begrüßung.

Neben den Ehrungen der Parteimitglieder, wurde der langjährige Stadtrat Thomas Galley mit der Silbernen Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach von dem stellvertretenden Bürgermeister Michael Zalfen ausgezeichnet. „Ich habe die Arbeit im Stadtrat immer als sehr bereichernd und vor allem sinnvoll empfunden, um die Welt für die Menschen in unserer Stadt zumindest ein ganz kleines Stück besser zu machen. Ein großes Dankeschön an meine Kolleginnen und Kollegen aus der SPD-Fraktion, die mich dabei unterstützt haben“, betonte Thomas Galley. 14 Jahre lang hat sich der Refrather im Stadtrat für die Menschen unserer Stadt eingesetzt.

Für 65 Jahre Parteimitgliedschaft wurde der ehemalige Landtagsabgeordnete Theo Röhrig geehrt. Er wies in seiner Dankesrede auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und der SPD – gerade auch bei dem Thema Zanders – hin.

Hermann Schneider wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt und unterstrich die Aussagen seines Vorredners. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Erwin Engels ausgezeichnet. Doris Backhaus, Georg Kötter und Günter Schneeloch wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für 25 Jahre Parteimitgliedschaft wurden Martina Stein und Klaus Dieter Krekel ausgezeichnet. Für 10 Jahre Parteimitgliedschaft wurde der ehemalige stellvertretende Vorsitzende Olaf K. Marx geehrt.

Das Schönste an den Weihnachtsfeiern sind die Ehrungen der Jubilare. Wenn die Mitglieder erzählen, wie das so war, als sie in die SPD eingetreten sind, dann wird die Partei lebendig. Natürlich sind auch viele Erinnerungen an bessere Zeiten dabei. Und heute blicken wir mit dem Kandidaten Frank Stein zuversichtlich auf den Wahlkampf 2020. Wir können etwas erreichen“, fasste Andreas Ebert den Abend zusammen.

Ein gutes und stabiles WLAN-Netz ist ein wichtiger Schritt, um die Infrastruktur und die Aufenthaltsqualität in der Gladbacher Innenstadt weiter auszubauen und zu stärken. Zwar gibt es vereinzelt ein öffentlich zugängliches WLAN-Netz. Diese privatwirtschaftlichen Zugänge sind jedoch oft zeitlich beziehungsweise datenvolumentechnisch begrenzt, sodass eine unbegrenzte Nutzung meist nicht zur Verfügung steht. Zudem ist oft eine Registrierung erforderlich, die eine zusätzlicher Hemmschwelle darstellt.

Menschen surfen im Internet auf einem öffentlichen Platz.
Der freie Zugang zu Informationen muss ein demokratisches Grundrecht werden.

„Der freie Zugang zu Informationen muss ein demokratisches Grundrecht werden. Deshalb wollen wir, dass alle Bürger*innen in Bergisch Gladbach frei und ohne Kosten im Internet surfen können“, so Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender).
Die  deutsche Bundesregierung bezeichnet den Zugang zu freiem Internet als Menschenrecht und vergleicht es mit dem Recht auf Bildung oder medizinische Versorgung, das für alle Menschen weltweit gilt.

Deshalb hatte unsere Fraktion den Antrag „Förderung öffentlicher WLAN-Zugänge durch das Programm wifi4eu“ für den Ausschuss für Umwelt, Infrastruktur, Klimaschutz und Verkehr am 3. Dezember 2019 gestellt. Da der Antrag in den Zuständigkeitsbereich des Stadtentwicklungsbetriebes Bergisch Gladbach  (SEB AöR) fällt, wurde unser Antrag an den SEB AöR verwiesen und wird nun dort beraten.

Mit der Initiative WiFi4EU stellt die Europäische Union mehr als 150 Millionen Euro zur Verfügung, die kostenlose öffentliche WLAN-Netze fördert. Ziel dieser Initiative ist es „Bürger*innen in der gesamten EU über kostenlose WiFi-Hotspots in öffentlichen Räumen wie Parks, Plätzen, Verwaltungen, Bibliotheken und Gesundheitszentren einen hochwertigen Internetzugang erhalten. Dazu werden Gutscheine ausgestellt, mit denen dieses Netz aufgebaut werden soll. Die ersten Vergaberunden sind zwar schon abgelaufen, aber das Programm wird trotzdem weiter fortgeführt bis die Gesamtfördersumme aufgebraucht ist. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach sieht hier eine große Chance, um Bergisch Gladbach digitaler besser aufzustellen und diese Fördermöglichkeit zu nutzen.

Hintergrund zu WiFi4EU:

WiFi4EU ist ein Projekt im Rahmen von Connecting Europe Facility (CEF). Bis 2020 sollen EU-weit 6.000 bis 8.000 WLAN-Hotspots auf öffentlichen Plätzen, in Parks oder in Bibliotheken erreicht werden. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung, die in Form von Gutscheinen im Wert von 15.000 Euro je Gemeinde im Rahmen eines Online-Auswahlverfahrens nach dem Prinzip „first come, first served“ vergeben werden.

Foto: pokemon-1548194_1920 pixabay

„Wir, die Schüler der GGS Refrath wünschen gerne eine Erneuerung der Pausentoiletten, weil sie schon alt, kaputt und dreckig sind“, schreiben die Schüler*innen der Gemeinschaftsgrundschule Refrath in ihrem Brief an Bürgermeister Lutz Urbach. Dieser Brief war unter Tagesordnungspunkt 7 Gegenstand der Beratungen des Ausschusses für Bildung, Kultur, Schule und Sport am 27. November 2019 und machte auf ein dringendes Problem aufmerksam.
Viel zu vielen Kindern in unserer Stadt geht es wie diesen Grundschüler*innen. Sie ekeln sich vor den Toiletten in ihren Schulen.
So wichtig es ist, die Kinderbetreuung an unseren Schulen quantitativ auszubauen, so wichtig ist es auch, eine angemessene Qualität zur Verfügung zu stellen. Beim Zustand der Toiletten an den meisten unserer Schulen ist dieses Qualitätsniveau bekanntermaßen bei weitem unterschritten.

Kinder brauchen saubere Schultoiltetten.
Ist die Toilette sauber?

„Das ist ein unwürdiger Zustand für unsere Stadt und deren Umgang mit ihren kleinen Bürger*innen. Zudem gefährden dreckige Schultoiletten in erheblichem Maße die Gesundheit und die Konzentrationsfähigkeit und damit auch den Lernerfolg unserer Kinder. Zu viele Kinder schieben den Toilettengang möglichst lange auf, um danach zu Hause auf ihre saubere Toilette zu gehen. Dagegen müssen wir endlich etwas tun“, bekräftigen Edeltraud Schundau (Vorsitzende der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion Bergisch Gladbach), Jörg Krell (Vorsitzender der FDP-Fraktion Bergisch Gladbach) und Klaus W. Waldschmidt (SPD-Fraktion Bergisch Gladbach).

Deshalb forderten die drei Fraktionen im Änderungsantrag „Unverzügliche Sanierung der Schultoiletten“ für den Haupt- und Finanzausschuss am 5.12.2019 die Verwaltung auf, hier im Sinne der Kinder tätig zu werden. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Das steht im Antrag konkret:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich einen Anforderungskatalog bezüglich eines Zustandes der Schultoiletten zu erstellen, der für die Kinder zumutbar ist – und somit einen Soll-Zustand zu definieren.
  2. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, anhand dieses Katalogs schnellstens den Ist-Zustand jeweils vor Ort an allen Schulen unserer Stadt zu ermitteln und zu dokumentieren.
  3. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, eine Kostenplanung für die Herstellung des Soll-Zustandes an allen Schulen zu erstellen.
  4. Diese Kostenplanung ist zu Beginn des neuen Jahres dem Haupt- und Finanzausschuss zur Genehmigung vorzulegen, damit dort die unmittelbare Umsetzung beschlossen werden kann.

    Foto: opening-218074_1920pixabay

„Ich habe die Arbeit im Stadtrat immer als sehr bereichernd und vor allem sinnvoll empfunden, um die Welt für die Menschen in unserer Stadt zumindest ein ganz kleines Stück besser zu machen. Ein großes Dankeschön an meine Kolleginnen und Kollegen aus der SPD-Fraktion, die mich dabei unterstützt haben“, betont Thomas Galley.

Thomas Galley erahlt die Silberne Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.
Frank Stein, Thomas Galley und Michael Zalfen (v. l. )

14 Jahre lang hat sich der Refrather im Stadtrat für die Menschen unserer Stadt eingesetzt. Dafür wurde er im Rahmen unserer SPD-Weihnachtsfeier mit der Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach in Silber ausgezeichnet.
Der  stellvertretende SPD-Bürgermeister Michael Zalfen überreichte die Auszeichnung am 15. November im Gemeindesaal der Gnadenkirche „Engel am Dom“.

Sprachrohr der Gladbacher Bürger*innen

Als Refrather kannte er die Belange seiner Nachbar*innen sehr gut und setzte sich für diese dementsprechend ein. Schwerpunktmäßig engagierte er sich seit 2004 im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden, in dem er von 2009 bis 2014 als Fraktionssprecher den Vorsitz innehatte. Von 2009 bis 2018 war er zudem Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr. In der vorherigen Wahlperiode von 2004 bis 2009 engagierte er sich auch im Jugendhilfeausschuss sowie im Sozialausschuss.

Thomas Galley gehörte von 2004 bis 2018 dem Rat der Stadt Bergisch Gladbach an. Leider ließ ihm seine berufliche Tätigkeit als Informationssicherheitsbeauftragter der Aktion Mensch in Bonn dann nicht mehr genug Zeit für die ehrenamtlichen Aufgaben eines Stadtrates.

„Als Vorsitzender des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden war Thomas ein engagierter Vertreter von Bürger*inneninteressen, der ihre Anliegen in die Politik und Verwaltung getragen hat. Die silberne Ehrennadel der Stadt würdigt nun sein Engagement“, so Klaus W. Waldschmidt (Fraktionsvorsitzender).

Als Vorstandsmitglied der SPD Bergisch Gladbach und insbesondere der SPD-Stadtteilarbeitsgemeinschaft Refrath, hier zeitweise auch als Vorsitzender, war der Sozialdemokrat viele Jahre lang aktiv. Ganz besonders verbinden viele Menschen mit Thomas Galley das jährliche Kinderfest auf dem Refrather Peter-Bürling-Platz, welches er viele Jahre federführend organisiert und durchgeführt hat.
Unverzichtbar ist er nach wie vor für die Gladbacher SPD, denn als langjähriger Administrator der Website unterstützt der Refrather seine Partei weiterhin mit seiner technischen Expertise.

Foto: Anton Luhr

 

 

 

 

 

Alle Anwesenden hören Brigitte Holz-Schöttler interessiert zu.

Das Kindergartenmuseum.NRW ist ein kleiner Juwel der Bergisch Gladbacher Museumslandschaft. Nachdem in diesem Jahr die SPD-Stadtverordnete Brigitte Holz-Schöttler den Vorsitz des Trägervereins übernommen hatte, wurden interessierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten eingeladen, dieses Museum gemeinsam mit ihr zu besuchen. Die neue Vereinsvorsitzende führte die SPD-Mitglieder am 14. November persönlich durch das Museum.

Das Kindergartenmuseum.NRW ist eines von vier weiteren Kindergartenmuseen in Deutschland und in Bergisch Gladbach am Quirlsberg untergebracht. Die Ausstellung stellt neben den verschiedenen pädagogischen Konzepten, wie Montessori-Pädagogik, Waldorfpädagogik oder das pädagogische Konzept nach Friedrich Fröbel auch die Geschichte der Kindergärten in Deutschland der letzten 100 Jahre dar.

Brigitte Holz-Schöttler berichtete über verschiedene Aspekte ihrer Arbeit im und außerhalb des Museums. Denn neben der Ausstellung im Museum, wurde auch das Konzept des „Museums aus dem Koffer“ entwickelt. Dabei kommt das Museum mit zwei Koffern in die Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen und zeigt den Kindern, mit was die Kinder vor 100 Jahren gespielt haben und lässt sie damit auch spielen. „Mir wird oft nach den Besuchen berichtet, dass die vermeintlich schlimmsten Kinder der Kita sehr wissbegierig sind und sich bei unseren Besuchen immer gut benommen haben. Die Faszination der Kinder mit altem Spielzeug zu spielen, ist ungebrochen und ist für uns die beste Werbung.“

Auch bei den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wurden verschiedene Erinnerungen an ihre Kindergartenzeit geweckt und sie merkten mit Erstaunen, dass die Spielzeuge ihrer Kindheit heute immer noch benutzt werden, um Kinder weiterhin bestmöglich zu fördern. „Dabei hat sich die Arbeit in den Kindergärten grundlegend verändert. Während damals besonders die Gruppe der Kinder im Vordergrund stand, werde nun versucht, die Kinder individuell zu fördern. Dies sei aber nicht immer möglich, da es massiv an Personal fehle“, so Holz-Schöttler.

Die Stadträtin präsentierte auch Teile der diesjährigen Bauhaus-Ausstellung „BauSpielKunst“ und ließ die anwesenden SPD-Mitglieder das sogenannte „Naef-Spielzeug“ ausprobieren. „Es hat mich sehr gefreut zu sehen, was die Besucherinnen und Besucher mit den Naef-Baukästen der Bauhausausstellung konstruiert haben. Die SPD-Gruppe war sehr interessiert und hat sich für die exklusive Führung bedankt“, fasste sie am Ende der Führung den Besuch der SPD Bergisch Gladbach zusammen.

Politiker*innen wollen zuhören und lernen – Bürger*innen auch: So könnte die Diskussion im SPD-Forum Paffrath am 21. November zusammengefasst werden. In der 4. Veranstaltung des Forums ging es um einen neuen Politikstil für Bergisch Gladbach, den Frank Stein (gemeinsamer Bürgermeisterkandidat von SPD, Grünen und FDP) steht. Über 30 Bürger*innen nutzten die Möglichkeit des Gesprächskreises, den Kandidaten persönlich kennen zu lernen, Aufbruchstimmung lag in der Luft.

Inhaltlich ging es um die Vitalität unserer Demokratie: Die Anforderungen der Bürger*innen an Teilhabe sind gestiegen, nur alle vier Jahre zur Wahl gehen zu können reicht als Legitimation der politischen Willensbildung heute nicht mehr aus. Auch wenn sich alle Teilnehmenden für die repräsentative Demokratie ausgesprochen haben.

Die Diskussion machte deutlich, dass die bisherige Bürgerbeteiligung in Bergisch Gladbach viel Frustration auf allen Seiten – bei den Bürger*innen, den Politiker*innen und der Verwaltung – mit sich gebracht hat. Gut gemeint ist eben noch nicht gut gemacht. Klare Spielregeln, der Wille zur Dialogbereitschaft, Ergebnisoffenheit und eine breite frühzeitige Öffentlichkeitsarbeit sind nur einige Punkte, die für eine glaubwürdige und erfolgreiche Bürgerbeteiligung stärker berücksichtigt werden müssen. Michael Schubek (Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft Schildgen-Paffrath-Hand) berichtete, dass die SPD deswegen für Bergisch Gladbach die Erarbeitung von Leitlinien für die Verfahren der Bürgerbeteiligung diskutiert. In anderen Nachbarkommunen wie Köln, Wuppertal, Bonn und Solingen ist dies bereits erfolgt.

Frank Stein hob aus seiner beruflichen und politischen Erfahrung mit bürgerschaftlichen Beteiligungsprozessen die Wichtigkeit einer klaren und präzisen gemeinsamen Zielsetzung von Beginn an hervor. Genauso wichtig sei eine durchgängige Transparenz in allen Prozessschritten. Auch Planungswettbewerbe müssen so gestaltet werden, dass die Bürgerschaft nicht „den Anschluss verliert“. Auch regte er an, über stadtteil- und quartiersbezogene Formate stärker nachzudenken. Wäre Bergisch Gladbach eine kreisfreie Stadt, so wären Bezirksvertretungen rechtlich vorgeschrieben. Man müsse darüber nachdenken, ob es nicht auch in Bergisch Gladbach möglich ist, transparente stadtteilbezogene Strukturen zu schaffen, ohne großen Bürokratismus zu verursachen.

Es war eine lebhafte Diskussion, die noch nicht von fertigen Antworten, aber durchaus konkreten Vorschlägen zum gemeinsamen Denken und Überlegen geprägt war. Eben ein Stück neuer erlebbarer Politikstil in Bergisch Gladbach.

In einem konstruktiven und kollegialen Gespräch haben sich heute Frank Stein (Bürgermeisterkandidat von SPD, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und FDP) und Taner Durdu (Vorsitzender des Betriebsrates der Zanders Paper GmbH) mit der aktuellen Lage und den Perspektiven des Standortes „Zanders“ beschäftigt.

Gemeinsames Ziel von Stadt, Unternehmen und Betriebsrat ist die Sicherung des Industriestandortes und der Arbeitsplätze der Beschäftigten. Frank Stein: „Dies ist Beschlusslage des Rates und hierfür werde ich mich natürlich auch als zukünftiger Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach einsetzen“. Das hierzu seitens der Unternehmensführung vorgelegte Fortführungsgutachten beinhaltet eine positive Prognose für den Standort. Es wird derzeit seitens der Stadt ausgewertet. Auf dieser Basis werden dann die weiteren Entscheidungen zu treffen sein.

Die zukünftig nicht mehr für die Produktion notwendigen Flächen können im Rahmen der Regionale 2025 neuen Nutzungen zugeführt werden und werden auf diese Weise der Stadtentwicklung wertvolle neue Impulse geben.
Der Betriebsratsvorsitzende setzt sich dafür ein, noch weitere Flächen des Werksgeländes der Stadt zur Entwicklung zur Verfügung zu stellen, um so eine schnelle und positive Lösung im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Standortes zu unterstützen.

Frank Stein und Taner Durdu wollen sich auch zukünftig zu regelmäßigen Abstimmungsgesprächen treffen.

Text: Frank Stein
Bild: Thomas Merkenich

Frank Stein wird von Mitgliedern des Ortsvereinsvorstands beglückwünscht.

In lauter glückliche, neugierige und begeisterte Gesichter blickte Frank Stein bei seiner Rede auf der SPD-Mitgliederversammlung am 11.11.2019. Der Grund dafür war er. Nachdem am vorangegangenen Freitag Bündnis 90/Die Grünen Bergisch Gladbach und am Samstag die FDP Bergisch Gladbach ihn zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gewählt hatten, war die Wahl zum SPD-Bürgermeisterkandidaten nur noch eine reine Formsache. Mit 100 Prozent folgten die Mitglieder dem Vorschlag des Ortsvereinsvorstandes und wählten Frank Stein zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Damit stimmten sie auch dem 16-seitigen Grundsatzpapier der drei Parteien zu. Dabei verzichteten sie sogar auf die Diskussion über das Papier. Viele von ihnen hatten es schon vorab gelesen und ihre Zustimmung signalisiert.

Andreas Ebert, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Bergisch Gladbach und Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Bergisch Gladbach, stellten den Genoss*innen zunächst die Entstehung des Parteienbündnisses und die Grundzüge des Grundsatzpapiers vor. Sie machten dabei deutlich, dass die Zeit der „Großen Kooperation“ in Bergisch Gladbach nach der Kommunalwahl 2020 vorbei sei. Mit den zwei neuen Partnern wolle man nicht weiter den Mangel verwalten, sondern die Stadt aktiv gestalten. Dies sei mit der CDU bisher oft nicht möglich gewesen. Beide sind sich sicher, dass unsere Stadt einen neuen Aufbruch braucht, der gemeinsam mit Frank Stein, den Grünen und der FDP gelingen wird. Der Leitgedanke des Bündnisse und des gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten lautet deshalb: Kräfte bündeln – Bergisch Gladbach kann mehr.

Frank Stein stellte in einer sehr persönlichen Rede seine Eckpunkte für seinen Wahlkampf vor. Dabei machte er sehr deutlich, dass die jeweiligen Leuchtturm-Projekte der einzelnen Parteien sich in seiner Person widerspiegeln. Als Beispiel nannte er dabei die Überbauung von Parkplätzen mit sozial gefördertem Wohnraum. Dieses Thema verbinde zwei wichtige Aspekte der jeweiligen Partner. Denn auf der einen Seite wird bezahlbarer Wohnungsraum geschaffen, der schon immer eine Herzensangelegenheit der SPD ist und auf der anderen Seite werden dabei keine neuen Grünflächen versiegelt. Somit sei dies auch mit den Zielen der Grünen vereinbar. Und auch die FDP begeistert sich für diese neue Art des Bauens.

Frank Stein will mit diesem Bündnis frischen Wind in die Bergisch Gladbacher Politik bringen: „Wir werden eine Politik verwirklichen, die gleichermaßen dem sozialen Zusammenhalt, der ökologischen Erneuerung, einer zukunftsfähigen Bildungspolitik und der ökonomischen Vernunft verpflichtet ist.“

Die SPD-Mitglieder sind mit Kandidatur von Frank Stein und den Verhandlungsergebnissen hoch zufrieden. So soll es sein“, freut sich Andreas Ebert.

Text: Sascha Keimer, Vera Werdes
Bild: Corvin Kochan

Der Freundeskreis Ganey Tikva an der Kirche zum Heilsbrunnen lädt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der integrierten Gesamtschule Paffrath (IGP) ein, am 09.11.2019, um 17.00 Uhr, am Holocaust-Mahnmal im Park der Villa Zanders innezuhalten und der Novemberpogrome im Herbst 1938 gegen jüdische Menschen zu gedenken. Der Literaturkurs und die Musikkurse des 12. Jahrgangs gestalten ein Programm, das von Bürgermeister Lutz Urbach und von Pfarrer Achim Dehmel ergänztwird. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, dieses Gedenken zu teilen.

Mit der Erinnerung an die Reichspogromnacht schauen wir in Bergisch Gladbach zurück auf den dunkelsten Teil unserer Geschichte. In den Novemberprogromen wurden jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürgerinnen überall in Deutschland verächtlich
behandelt, geschändet, getötet. Nur weil sie Juden waren. Aus demselben Grund wurden am 09.10.2019 in Halle/Saale wieder Bürgerinnen und Bürger in einer Synagoge angegriffen.

Daher wollen die Veranstalter nicht nur zurückblicken, sondern auch an die Wachsamkeit der heutigen demokratischen Gesellschaft appellieren: Wir alle müssen gemeinsam dafür einstehen, dass alle Menschen in unserer Stadt und in unserem Land gleichermaßen respektiert und wertgeschätzt werden. Dazu möchten wir uns auch gegenüber den Menschen in unserer israelischen Partnerstadt Ganey Tikva verpflichten.Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind aktuelle und bewegende Themen unserer Zeit. Zur Wachsamkeit ruft auch die unmittelbar anschließende Veranstaltung des Fachdienstes für Integration und Migration (FIM) des Caritasverbandes des Rheinisch-Bergischen Kreises in sehr eindrucksvoller Weise auf. Der FIM richtet seinen Blick auf aktuelle Beispiele für Antisemitismus in Deutschland, indem Übergriffe gegen Jüdinnen und Juden im laufenden Jahr 2019 mit Lichtprojektionen
vor Augen geführt werden. Ort der projizierten Ereignisse ist der Garten der
Villa Zanders.

(Text und Bild: Susanne Schlösser, Freundeskreis Ganey Tikva an der Kirche zum Heilsbrunnen)

Anita Rick-Blunck, Frank Stein, Eva Gerhardus und Andreas Ebert nach der Pressekonferenz

Wir wollen unsere Kräfte bündeln, weil unsere Stadt Bergisch Gladbach mehr kann. Und wir laden auch andere ein mitzumachen. Für uns ist Frank Stein genau der richtige gemeinsame Bürgermeisterkandidat, weil er eine leidenschaftliche Vision davon hat, wohin er mit Bergisch Gladbach will. Und diese Vision des Aufbruchs teilen wir. Darauf basiert unser 16-seitiges gemeinsames Grundlagenpapier für unsere Zusammenarbeit. Frank Stein hat eine klare, wissens- und erfahrungsbasierte Vorstellung davon, wo er wie anpacken muss, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Darüber hinaus hat er die Fähigkeit, die Menschen um ihn herum auf diesem Weg mitzunehmen“, erklären Eva Gerhardus (Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bergisch Gladbach), Anita Rick-Blunck (Vorsitzende der FPD Bergisch Gladbach) und Andreas Ebert (Vorsitzender der SPD Bergisch Gladbach) auf der gemeinsamen Pressekonferenz am
23. Oktober 2019.

Angetrieben von der zunehmenden Erkenntnis, dass das ‚Weiter so‘ in unserer Stadt ein Ende haben muss, haben wir seit Anfang des Jahres Gespräche geführt: einzeln und gemeinsam, parteiintern und parteiübergreifend. Meistens hat es Spaß gemacht und manchmal wurde um den Weg gestritten. Wir haben nach und nach Vertrauen aufgebaut sowie Gemeinsamkeiten und Mitstreiter*innen für ein neues, lebendigeres Bergisch Gladbach gefunden. Und wir haben sie in dieser Dreierkonstellation mit genau diesem Bürgermeisterkandidaten gefunden. Wir sind überzeugt von unseren Plänen für die nächsten 5 Jahre, die wir ausführlich erarbeitet haben. Und mit dieser Überzeugung wollen wir unsere Mitglieder auf dem gemeinsamen Weg mitnehmen und ihre Zustimmung dafür einholen. Denn natürlich haben sie das letzte Wort“, bekräftigen die drei Parteivorsitzenden.

Am 8. November ist die Mitgliederversammlung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am 9. November folgt die der FPD und die SPD trifft sich am 11. November.

Der Erhalt der Umwelt und ein gutes Leben für die Bürger*innen sind Ziele der Grünen. Jetzt können wir sie zügig und konkret umsetzen: Ein sicheres Radverkehrsnetz für alle Generationen und ein öffentlicher Nahverkehr, den alle gerne benutzen, um das Verkehrschaos zu überwinden. Somit steigern wir auch die Lebensqualität und Einkaufsattraktivität in der Innenstadt. Keinen Flächenverbrauch im Außenbereich so wie es der Flächennutzungsplan vorsieht, sondern intelligente und sozial durchdachte Nachverdichtung in der Stadt sind unsere Ziele und ein Mitdenken von Klimaschutz und Ökologie in allen Handlungsbereichen der Stadt“, so Eva Gerhardus.

Wir Liberale suchen uns unsere Partner da, wo ein klarer Gestaltungswille erkennbar ist und wo man sich gegenseitig als Partner wertschätzt. Genau diese Mischung haben wir hier gefunden. Besonders erfreulich: Der gemeinsame Schwerpunkt auf Kinderbetreuung und Bildung. Bei den Kitas und Schulen wollen wir nichts mehr dem Zufall überlassen und den Einsatz aller Ressourcen aus Land und Stadt auf den Bedarf unserer Familien hin optimieren. Der gemeinsame Plan: Der Medienentwicklungsplan der Schulen wird umgesetzt bis Ende 2021 und die Elternwünsche für OGS-Plätze werden bis 2023 erfüllt“, erörtert Anita Rick-Blunck.

Die Übereinstimmungen unserer drei Parteien sind viel größer als manche beim ersten Blick erkennen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wohnungsbau. Hier wollen wir u.a. gemeinsam die Idee umsetzen, über städtischen Parkplätzen ab dem ersten Obergeschoss Wohnungen zu bauen. So könnten ca. 300 neue Wohnungen in Bergisch Gladbach gebaut werden, ohne einen Quadratmeter Natur zu verbrauchen“, erläutert Andreas Ebert.

Die Gemeinsamkeiten sind von uns schriftlich zusammengefasst worden. Trotzdem werden die Parteien eigene Wahlprogramme vorlegen. Daraus ergibt sich ein ganz neues Angebot an die Wähler*innen. Sie können bestimmen, ob sie das Bündnis wollen und auch, welche inhaltlichen Schwerpunkt sie mit ihrer Stimme setzen wollen: sozial, liberal oder grün“, betonen die drei Parteivorsitzenden.
„Mit diesem Bündnis und meiner Kandidatur wollen wir neue Wege gehen. Wir wollen die fortschrittlichen politischen Kräfte bündeln und ein neues kommunalpolitisches Kapitel für Bergisch Gladbach aufschlagen. Wir haben präzise Vorstellungen, für die wir werben und die wir in die Stadtgesellschaft tragen wollen. Wir laden alle ein, die sich dem sozialen Zusammenhalt, der ökologischen Erneuerung, einer zukunftsfähigen Bildungspolitik und der ökonomischen Vernunft verpflichtet fühlen, sich dabei einzubringen – auch über gewohnte Parteigrenzen hinweg. Dieses Bündnis ist ein Angebot an die Bürgerinnen und Bürger, uns gemeinsam auf den Weg zu machen, damit diese Stadt fit wird für die Zukunft“, fasst
Frank Stein zusammen.

Weitere Informationen:

Grundlagenpapier
Lebenslauf Frank Stein
Rede von Frank Stein
Rede von Frank Stein auf YouTube